Meine Top-2-Erkenntnisse für deinen Vertrieb
Vergangene Woche habe ich mir angesehen was Prof. Björn Schuller von der TU München aktuell über KI und Emotionen forscht.
Den Link zum Video findest du unten, wenn du kurz Zeit hast.
In dem Beitrag stecken viele technische Details. Aber für Geschäftsführer und Vertriebsleiter sind das hier meine Top-2-Gold-Nuggets.
1 – KI versteht jetzt Ironie (kein Witz).
Bisher dachten wir: KI kann Daten, Menschen können Gefühle.
Prof. Schuller zeigt in einer Live-Demo aber etwas anderes. Er sagt zur KI: „Das ist ein super Tag“, aber in einem völlig genervten Tonfall.
Das Ergebnis?
Die KI analysiert nicht den Text (der war positiv), sondern die Prosodie, also Tonfall, Pausen und Lautstärke. Sie meldet sofort: Negatives Sentiment/Ironie.
Stell dir vor, was das für deinen Telesales oder Kundensupport bedeutet.
Eine Software, die deinem Mitarbeiter live im Gespräch signalisiert: „Der Kunde sagt zwar ‚Ja‘, ist aber emotional kurz vor dem Auflegen.“
Das führt mich direkt zu Punkt 2.
2 – Empathie wird messbar.
Prof. Schuller macht klar: Die KI hat keine Gefühle. Sie ist ein Spiegel. Aber sie erkennt Muster in Millisekunden, die uns im Stress eines Verkaufsgesprächs entgehen.
Die KI trackt hunderte Parameter gleichzeitig.
Von der Stimmlage bis (in der Zukunft) zum Videobild.
Crazy.
Das heißt, du tust gut daran, dich 2026 nicht mehr nur auf Skripte zu verlassen. Der nächste große Hebel im Vertrieb ist nicht noch mehr Automatisierung beim E-Mail-Versand, sondern „Affective Computing“.
Das ist mit ein Grund, warum wir uns heute schon Tools für „Sentiment Analysis“ ansehen sollten.
Wer schneller merkt, wie sich der Kunde wirklich fühlt, schließt schneller ab.

Das wäre doch eine Idee für das nächste Meeting mit deinem Vertriebsleiter:
Prüft mal, ob eure aktuellen Gesprächsleitfäden überhaupt Raum für echte emotionale Resonanz lassen oder ob ihr wie Roboter klingt, während die Roboter menschlicher werden.
Mein Fazit: Das „Zwischen-den-Zeilen“-Audit.
Hör dir mit deinem Team eine Aufzeichnung an. Aber achte nicht auf die Argumente. Stoppt das Band immer dann, wenn der Kunde nichts sagt oder zögert.
Analysiert genau diese 2 Sekunden Stille. War es Nachdenken? Skepsis? Oder stille Zustimmung?
Warum das wichtig ist?
Weil die KI aus dem Video genau diese Millisekunden bald nutzen wird, um deine Conversion zu killen – oder zu verdoppeln. Je nachdem, wer sie bedient.
Bereite dein Team darauf vor, dass EQ (emotionale Intelligenz) die härteste Währung der nächsten 5 Jahre wird.
Wer die Stimmung nicht liest, verliert den Deal.
Schau dir hier im Video an, was da technisch auf uns zurollt und wie weit die Forschung wirklich schon ist.
Hier der Link zum Video von Prof. Björn Schuller von der TU München, sehenswert.
Dieser Artikel ist zuerst am 28.01.2026 als Newsletter erschienen. Wenige Tage später wird er automatisch als Blogartikel veröffentlicht. Du möchtest alle News immer direkt lesen?
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