Ich habe letzte Woche ein Experiment gewagt.
Die drei häufigsten Meeting-Sätze deutscher Führungskräfte in ChatGPT eingegeben.
Das Ergebnis? Die KI war verwirrt. Halluzinierte. Lieferte Müll.
Die drei Karriere-Killer lauten:
Erstens: „Das macht keinen Sinn.“
Die KI startet eine Rechtfertigungs-Schlacht.
Der Mitarbeiter? Macht dicht. Gehirn auf Verteidigung. Tür zu.
Die Alternative: „Hilf mir, die Logik dahinter zu verstehen.“
Vom Kampf-Modus in den Lern-Modus. In einer Sekunde.
Zweitens: „Ja, aber…“
Die KI verliert den Kontext.
Der Mensch fühlt sich überhört.
Das „Aber“ ist eine Mauer. Das „Und“ wäre eine Brücke.
Wer „und“ sagt, baut auf Ideen auf. Wer „aber“ sagt, reißt sie ein.
Drittens: „Ganz ehrlich…“
Die KI erkennt: Token-Verschwendung.
Der Mitarbeiter denkt: „Warst du vorher nicht ehrlich?“
Misstrauen statt Vertrauen.
Die Lösung: Einfach weglassen. Haltung zeigen statt ansagen.

Das Paradoxon unserer Zeit:
Wir feilen an jedem Prompt für ChatGPT bis ins letzte Komma. Optimieren Nuancen. Prüfen Kontext und Tonalität.
Aber bei unseren Mitarbeitern?
„Oder ich brauche das ASAP.“
Da läuft seit Jahren der Autopilot.
Die unbequeme Wahrheit:
KI braucht Klarheit und Kontext.
Menschen brauchen das auch.
Plus eine Zutat, die keine Maschine je verlangen wird: Respekt.
Behandle deine Mitarbeiter mit der gleichen gedanklichen Sorgfalt wie deinen wichtigsten Prompt. Dann stimmen auch die Ergebnisse.
Versprochen.
Die Frage an dich:
Welchen Satz hörst du ständig im Büro, den du ChatGPT niemals zumuten würdest?
Dieser Artikel ist zuerst am 20.01.2026 als Newsletter erschienen. Wenige Tage später wird er automatisch als Blogartikel veröffentlicht. Du möchtest alle News immer direkt lesen?
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