Spielst du heute Dirigent oder noch Tuba? 🎺
Kennst du dieses Gefühl?
Du startest den Tag mit dem Elan eines Feldherrn. Der Kaffee wirkt, die To-Do-Liste ist geschrieben, du bist bereit, Bäume auszureißen. 🦁
Acht Stunden später fühlst du dich aber eher wie ein Hamster, der versucht hat, die Tour de France auf dem Einrad zu gewinnen. Außer Atem. Verschwitzt. Aber geografisch keinen Meter weitergekommen.
Willkommen im Club. Wir haben fast alle eine Dauerkarte für Zone 1.
In der Grafik unten nenne ich das den „Zeit-Manager“. Klingt professionell, oder? Ist aber oft nur ein schönes Wort für „Tetris für Fortgeschrittene“. Wir versuchen krampfhaft, noch mehr Aufgaben in die gleichen 24 Stunden zu quetschen.
Die harte (aber charmante) Wahrheit: Du hast kein Zeitproblem. Du hast ein Rollenproblem.
Top-Performer managen keine Zeit. Sie managen ihr Bewusstsein. Das ist der Wechsel vom gehetzten Macher zum strategischen Multiplikator.
Ich habe dir dazu das 3-2-1 System in der Grafik unten skizziert.

Lass uns kurz schauen, wo du heute stehst:
- Die 3 Rollen (Wer spielt hier die Musik?) Hand aufs Herz: Bist du der Dirigent deiner Firma – oder sitzt du im Orchestergraben und versuchst, Pauke, Trompete und Geige gleichzeitig zu spielen?
Der Macher addiert Ergebnisse (1+1=2). Das ist löblich, aber verdammt anstrengend.
Der Multiplikator sorgt dafür, dass das ganze Orchester spielt (1×10=10).
Wenn du als Chef dauerhaft im Macher-Modus bleibst, wirst du zum teuersten Flaschenhals deines eigenen Ladens.
- Die 2 Zonen (Frieden vs. Feuerwehr):Ben Horowitz (Silicon Valley Experte) hat das genial unterschieden.
Ist alles stabil? (Friedenszeit): Lehn dich zurück, vertrau den Prozessen, lass dein Team glänzen.
Brennt die Hütte? (Kriegszeit): Ärmel hoch, Kommando übernehmen.
Der Witz ist: Die meisten von uns führen im Frieden so hektisch, als wäre Krieg. Und wundern sich dann über Bluthochdruck (und genervte Mitarbeiter).
- Die eine Priorität (Das Einhorn):Es gibt immer diese eine Sache, die nur du tun kannst. Alles andere auf deiner Liste ist oft nur „produktive Prokrastination“.
Wir beantworten E-Mails, um uns vor der großen, wichtigen Entscheidung zu drücken. (Ertappt? Ich mich auch oft genug.)
Mein Vorschlag für dich heute:
Druck dir den „Kompass“ aus der Grafik aus. Häng ihn dir nicht als mahnenden Zeigefinger an die Wand, sondern als freundlichen Spiegel.
Und wenn du dich heute Nachmittag dabei ertappst, wie du eine Excel-Tabelle formatierst, die eigentlich jemand anderes machen sollte … dann lächle kurz, atme durch und frag dich:
„Bin ich gerade noch Macher oder schon Multiplikator?“
Sei gnädig mit dir, wenn die Antwort „Macher“ lautet. Aber sei mutig genug, öfter mal den Taktstock in die Hand zu nehmen.
Dieser Artikel ist zuerst am 09.12.2025 als Newsletter erschienen. Wenige Tage später wird er automatisch als Blogartikel veröffentlicht. Du möchtest alle News immer direkt lesen?
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